nachtfaltung

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sier­ra : 20.22 UTC — Etwas Merk­würdi­ges hat sich ereignet. Ich will das schnell erzählen. Es ist näm­lich so, dass ich ein­er Fig­ur, die in einem Textgeschehen existiert, vor Monat­en ein­mal, ich glaube im Novem­ber bere­its, einen Namen gegeben habe, welch­er recht dunkel leuchtet, ein mächtiger, unheim­lich­er Name. Es han­delt sich um die Zeichen­folge Man­drill. Immer wieder ein­mal erzählte ich in der langsamen Entwick­lung des Textes von einem Mann dieses Namens. Als Man­drill gestern unver­mit­telt in ein­er Weise han­delte, die ich nicht erwartet hat­te, zart und ein­fühlsam, schmerzte der Name, als hätte ich mein­er Fig­ur Unrecht getan. Heute mor­gen war die wilde Ver­w­er­fung, die ich gestern noch spürte, wieder sehr schön gefal­tet. Ich trat ans Fen­ster im ersten Licht der Sonne, der Him­mel war voll Wasser­dampf­spuren, welche Nacht­fer­n­flüge an den Him­mel zeich­neten. Kein Men­sch auf der Straße, aber zwei Eich­hörnchen, die auf einem Briefkas­ten saßen. Das habe ich noch nie so gese­hen, gestern noch hätte ich behauptet, Eich­hörnchen wür­den niemals auf Briefkästen sitzen. Deniz Yücel weit­er­hin in Haft. — stop

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