nicht atmen

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nord­pol : 18.15 UTC — Heute ist ein glück­lich­er Tag. Der Wind rast ums Haus, nur noch wenige Stun­den Zeit, April­wind zu sein. Und diese Bleis­tifte, die heute angekom­men sind, so spitz und hart, wie ich sie mir kaum vorzustellen traute. Um 17 Uhr und drei Minuten erre­icht mich die Nachricht der Bib­lio­thek, Robert Walsers Mikro­gramme Aus dem Bleis­tift­ge­bi­et seien eingetrof­fen, ich kön­nte sie abholen bis 18 Uhr, also dann am Mittwoch. Wie bin ich auf Robert Walser gestoßen nach langer Zeit? Nun, weil ich vor weni­gen Tagen einen Mann in der Schnell­bahn beobachtete, der mit ein­er Lupe einen Zettel studierte, auf dem Schriftze­ichen zu erken­nen waren, so klein, dass ich nicht vorzustellen wagte, ein men­schlich­es Wesen kön­nte sie von Hand auf das Papi­er aufge­tra­gen haben. Der Mann schien sehr müde gewe­sen zu sein, und ich dachte: Ein Men­sch, der in dieser Weise schreibt, schreibt leise, warum? — stop
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