pjöngjang

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hima­laya : 1.58 – Über einer Geschichte Italo Calvinos, die vom Bauch eines Geckos erzählt, schlafe ich ein. Sofort aus der Wohnung spaziert. Ich sage: Sei vorsichtig, Du schläfst! Wie ein alter Mann, der sich an dem Geländer einer Treppe fest­halten muss, steige ich zur Straße hin ab, drei oder vier Stunden, 52 Stock­werke, um meinen Brief­kasten zu öffnen. Ich finde dort eine Post­karte vor, die in der Stadt Pjöng­jang aufge­geben worden sein könnte. Selt­same Schrift­zei­chen sind auf der Rück­seite der Post­karte zu lesen, die ich nicht entzif­fern kann. Aber mein Name und meine Anschrift sind korrekt in latei­ni­scher Schrift darge­stellt, Buch­staben, sehr groß, wie gemalt. Auf dem Weg zurück nach oben, sage ich noch: Sei Vorsichtig, Du schläfst! Viele Stunden wiederum bin ich unter­wegs hinauf unters Dach. Menschen, die ich nicht kenne, kommen mir entgegen. Sie sind ohne Farbe, auch ich selbst bin farblos geworden, meine Hände, meine Schuhe, meine Hose. Einmal begegne ich einem Mädchen mit mandel­för­migen Augen. Ich zeige ihr meine Post­karte und sie lacht und wir setzten uns auf eine Trep­pen­stufe und sie liest mir die Post­karte vor, weswegen ich nun weiß, wie die Wörter, die ich nicht lesen kann, klingen. – stop
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