sacca fisola

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echo : 18.12 UTC — Mit einem Mari­naio der Lin­ea 2 um kurz nach drei kam ich deshalb ins Gespräch, weil der junge Mann beobachtet hat­te, wie ich eine halbe Stunde lang mein­er­seits seine Hände beobachtete, wie sie in ein­er ele­gan­ten oder läs­si­gen oder ganz ein­fach erprobten Art und Weise bei Annäherung seines Dampf­schif­fchens an eine Hal­tes­ta­tion, an diesen schwin­gen­den und tanzen­den und auf und ab wip­pen­den Steg, der noch nicht Land ist aber auch nicht mehr Schiff, ein Tau zur Schleife for­men, um es aus kurz­er Dis­tanz um einen eis­er­nen Höck­er zu wer­fen und zu knoten. Es geht dann sehr schnell, wie sich das Tau knarzend windet, wie es sich zuzieht, weil es nicht anders kann, weil es in sich gefan­gen ist, sir­rende Geräusche, die ich vor Tagen im Traum zu vernehmen meinte, weswe­gen ich erwachte und glaubte auf meinem Bett würde eine gewaltige Seemöwe Platz genom­men haben, die mich mit hell­blauen Augen­dio­den anblitzte. Es war dann doch das Leuchtwerk eines Weck­ers gewe­sen, mit dem ich noch nicht ver­traut gewor­den bin. Ich weiß nun, das Knotenge­binde wird unter den Seeleuten der Kanäle als Dopino oder wahlweise Nodo di otto beze­ich­net. Der junge Mann, der sich über meine Begeis­terung freute, führte den Knoten mehrfach in Zeitlupe vor, hin und zurück, sodass ich die Seele des Knotens nach und nach ver­ste­hen kon­nte. Es war ein Fre­itag, es reg­nete leicht. Ich fuhr dann nach Giudec­ca zurück, besuchte einen kleinen Markt, ich glaube, ich war der einzige Fremde an diesem Ort gewe­sen. Ich kaufte einen Pecori­no Sicil­iano, 100 Gramm. Auch heute leichter Regen, der unverzüglich im Meer ver­schwindet. — stop

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