schneelicht

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sier­ra : 0.02 – 2 2 . j a n u a r   2 0 0 7 / Schnee über Nacht. Die Umrisse der Bäume, die sich auf den opak­en Scheiben der hohen Fen­ster des Prä­pari­er­saales abbilde­ten, waren kaum noch zu erken­nen, als wären sie von einem hauchdün­nen Pin­sel neu geze­ich­net. Ein selt­sam helles Licht, ein Licht war im Raum, von dem ich nicht sagen kon­nte, ob es tat­säch­lich anwe­send war oder von dem Wort Schnee her leuchtete, mit dem ich erwachte. Auch die Geräusche, waren andere Geräusche als zuvor, gedämpfte, san­fte Traumgeräusche. Ich erin­nere mich, dass ich den Ein­druck hat­te, ich kön­nte reine Erfind­ung sein, eine Fig­ur, auch die Tis­che der Toten, die unter roten Pla­nen ver­bor­gen lagen, reine Erfind­ung, die Bäume, der Schnee, und die Schulkinder, deren Lachen von der Straße her zu hören war. Dann öffnete sich die Tür des Aufzuges, ein Prä­para­tor trat in den Saal. Er sagte: Guten Mor­gen! Er nan­nte mich beim Namen.
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