siatista mittags

2

tango : 0.02 – Man erzählt, aus Verzweif­lung über die poli­ti­sche Lage seines Landes, andere meinen, weil er im hohen Alter noch hungern musste, soll sich gestern, gegen 14 Uhr mittel­eu­ro­päi­scher Zeit, ein alter Mann auf dem Markt­platz der male­ri­schen Stadt Siatista, demzu­folge in einer nörd­li­chen Provinz Grie­chen­lands, erschossen haben. Er habe ein Sturm­ge­wehr für seinen letzten Schuss verwendet, eine Waffe, die seit dem Jahre 1944 im Keller seines Eltern­hauses in Ölpa­pier gewi­ckelt lagerte. Beinahe wäre das Gewehr, einst Stolz des jungen Mannes im Kampf gegen deut­sche Faschisten, für immer in Verges­sen­heit geraten. Im Detail war zu erfahren, die Kugel habe zunächst den Unter­kiefer des alten Mannes durch­schlagen, sei von dort aus in das Gehirn vorge­drungen und habe den Kopf über das linke Auge wieder verlassen. Bruch­teile einer Sekunde später tötete das Projektil eine Fliege, die sich kurz zuvor auf den Weg südwest­wärts gemacht hatte, um sich zuletzt in den Ast eines Salz­baumes zu bohren. Ist das nun eine Geschichte oder eine Nach­richt. – stop

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top