sisulu

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delta : 6.15 UTC — In der ver­gan­genen Nacht hat­te ich einen merk­würdi­gen Traum. Ich war in der Däm­merung mit meinem Trompe­tenkäfer abends spazieren im Pal­men­garten. Die Luft duftete nach Flieder, obwohl schon Juni gewor­den war. Der Käfer, dem ich kurz nach sein­er Entwick­lung den Namen Sisu­lu 8 gegeben hat­te, hock­te auf mein­er recht­en Schul­ter, weswe­gen ich vor­sichtig einen Fuß vor den anderen Fuß set­zte, weil ich natür­licher­weise von der Flu­gun­fähigkeit des kleinen Wesens wusste, er war nicht zum Fliegen aus­gedacht, son­dern zum Trompete­spie­len. Ich ging also ganz langsam nord­wärts vor­bei an ein­er wun­der­baren Som­mer­wiese, die von den Schlafgeräuschen der Heuschreck­en leise knis­terte, erre­ichte dann nach zwei Stun­den langsamen Gehens eine hölz­erne Bank am Rande ein­er weit­en Step­pen­land­schaft, es war schon Nacht gewor­den. Ich nahm Platz auf der Bank, über­schlug die Beine und set­zte den kleinen Käfer auf mein recht­es Knie. Unverzüglich begann Sisu­lu 8 zu spie­len in ein­er Weise, wie ich es vor langer Zeit schon ein­mal zu beschreiben ver­suchte. Bald war ich eingeschlafen, ich weiss nicht genau wie lange Zeit ich geschlafen hat­te, als ich erwachte, saß Maceo Park­er neben mir auf der Bank. Er hat­te sich mit seinem recht­en Ohr meinem Knie genähert, ich wagte in diesem Augen­blick kaum zu atmen, das muss man sich ein­mal vorstellen, Maceo Park­er auf ein­er Nacht­bank neben mir sitzend, wie er meinem Käfer­fre­und Sisu­lu lauscht. Es ist jet­zt schon bald Mor­gendäm­merung, meine Güte, und ich bin noch immer nicht wirk­lich wach gewor­den. — stop
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