sleeping

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sierra : 0.02 – Kurz nach Mitter­nacht, das Ende eines feder­leichten Tages, an dem ich, gegen den Morgen zu, eine feine Geschichte erlebte. Das war nämlich so gewesen, dass meine Hand, meine rechte Hand, während ich schlief, das Bett verlassen hatte. Sie schwebte, indem ich träumte, von einem Gewitter ange­rufen worden zu sein, fast bewe­gungslos über dem Boden und wurde in dieser Haltung nach einer  Erin­ne­rung zärt­lich foto­gra­fiert, weil ich vor einigen Monaten notiert hatte, dass ich, wenn ich sage: meine schla­fenden Hände, von Händen spreche, die ich nie gesehen habe. Dieser Satz ist nun natür­lich nicht ganz unwahr geworden, weil ich immerhin noch keine Ahnung habe, wie meine linke Hand aussehen könnte, während sie schläft. Außerdem habe ich meine schlum­mernde Hand nicht selbst gesehen, mit eigenen Augen, wahr­haftig, in echter Zeit, sondern zeit­ver­zö­gert und durch das Auge einer Kamera gebän­digt. – stop

<img class=“alignright” size-full wp-image-5526” title=“schlafhand” src=“https://andreas-louis-seyerlein.de/air/wp-content/uploads/2009/07/schlafhand.gif” alt=“schlafhand” width=“425” height=“600” />

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