winterschachtel

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echo : 5.12 — Am Flughafen nachts ein alter Mann zwis­chen zwei Kof­fern auf ein­er Bank. Es war kurz nach drei Uhr. Der Mann schien nicht müde zu sein. Er trug eine Brille, die er immer wieder ein­mal putzte, während er mit sich selb­st oder mit einem Tablet­com­put­er sprach, den er mit bei­den Hän­den so weit wie möglich von seinen Augen ent­fer­nte. Er streck­te deshalb bei­de Arme von sich und drück­te außer­dem seine Schul­tern nach vorne, diese Hal­tung wirk­te sehr schmerzhaft, und doch schien er nicht entz­if­fern zu kön­nen, was er zu lesen wün­schte. Plöt­zlich bemerk­te er, dass ich ihn beobachtete. Er gab mir ein Zeichen, ich sollte zu ihm kom­men. Er deutete mit einem Fin­ger auf einen dreizeili­gen Text, der tat­säch­lich mit­tels sehr klein­er Zeichen geset­zt wor­den war. Es han­delte sich um die Anweisung, ein Captchafor­mu­lar auszufüllen. Ich las dem alten Mann vor, was präzise notiert war: Bitte vergewis­sern sie sich, dass sie ein Men­sch sind. Geben sie fol­gen­des Wort ein, um fortzuset­zen / Win­ter­schachtel. — Gut, gut, sagte der alte Mann, gut, gut. Er legte den Com­put­er auf seine Ober­schenkel und tippte sehr sorgfältig, nein vor­sichtig, das entsprechende Wort in die vorgegebene Maske. Mit jedem Buch­staben wurde er langsamer. — stop
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