ai : CHINA

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MENSCH IN GEFAHR : “Der bekannte tibe­ti­sche Mönch Karma Tsewang wurde am 6. Dezember 2013 in Chengdu im Südwesten Chinas unter dem Vorwurf der “Gefähr­dung der Staats­si­cher­heit” inhaf­tiert. Sech­zehn seiner Unter­stützer wurden, als sie seine Frei­las­sung forderten, eben­falls fest­ge­nommen. Den Mönchen wurde kein Zugang zu Rechts­bei­ständen gewährt. Es besteht die Gefahr, dass sie gefol­tert werden. / Karma Tsewang ist der hoch­an­ge­se­hene Abt (Khenpo) des Klos­ters Gongya in der Auto­nomen Tibe­ti­schen Präfektur Yushu, Provinz Qinghai. Er wurde am 6. Dezember während einer Geschäfts­reise in Chengdu, Provinz Sichuan, von Sicher­heits­kräften aus Changdu (Chamdo, Auto­nome Tibe­ti­sche Präfektur) fest­ge­nommen. Laut seines Anwalts Tang Tianhao wird er wegen des Verdachts der “Gefähr­dung der Staats­si­cher­heit” fest­ge­halten; genaueres wurde noch nicht bestä­tigt. Momentan befindet er sich an einem unbe­kannten Ort in Changdu in Haft. / Nach Karma Tsewangs Inhaf­tie­rung unter­schrieben 4.000 Menschen, unter ihnen tibe­ti­sche Mönche, eine Peti­tion, um seine Frei­las­sung zu fordern. Am 10. Dezember nahmen mehr als 600 Menschen, darunter Mönche aus dem Kloster von Gongya, in Nang­qian an einer zwei­stün­digen Demons­tra­tion teil. Sie hielten Trans­pa­rente mit Fotos von Karma Tsewang hoch, riefen Parolen und verlangten seine Frei­las­sung. Sicher­heits­kräfte aus dem Bezirk Nang­qian bedrohten die an der Demons­tra­tion betei­ligten Mönche und warnten sie, Karma Tsewang werde noch schwerer bestraft, falls sie ihre Proteste nicht einstellten. Am 20. und 21. Dezember wurden 16 Mönche fest­ge­nommen, obwohl sie die Demons­tra­tion am 10. Dezember beendet hatten. / Am 23. Dezember begab sich Karma Tsewangs Anwalt nach Changdu, um seinen Mandanten zu besu­chen. Doch die örtliche Polizei hinderte ihn daran, den Mönch zu treffen. Sicher­heits­kräfte des Bezirks Nang­qian drohten den Fami­lien von Karma Tsewang und den 16 anderen inhaf­tierten Mönchen, sie eben­falls in Haft zu nehmen, wenn sie sich Rechts­bei­stände suchen sollten. / Karma Tsewang ist unter Tibe­te­rInnen aufgrund seiner Arbeit für die Förde­rung der tibe­ti­schen Sprache und Kultur sehr bekannt. Er enga­giert sich zudem in der Kata­stro­phen­hilfe, beispiels­weise nach dem Erdbeben in Yushu in der Provinz Qinghai im Jahre 2010, bei dem über 2.000 Menschen ums Leben kamen.” – Hinter­grund­in­for­ma­tionen sowie empfoh­lene schrift­liche Aktionen, möglichst unver­züg­lich und nicht über den 19. Februar 2014 hinaus, unter »> ai : urgent action

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