brooklynites

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tango : 6.03 – Das lang­same Durch­queren einer nächt­li­chen Land­schaft fremder Stimmen: Ten-four. David-David. Woman, black, in confu­sion. 75, Varick­street. 12th floor. Ten-four. Ten-four. Sergeant? – Ich hatte, meiner neuen Leiden­schaft folgend, den Klängen des New Yorker Poli­zei­funks zuzu­hören, gegen Mitter­nacht eine Verbin­dung über den Atlantik herge­stellt. Wie das dann genau gekommen sein mag, all das Flüs­tern in der Dunkel­heit, kann ich nicht sagen, viel­leicht war zur einer Zeit, da ich noch wach gewesen war, meine trans­at­lan­ti­sche Über­tra­gung für zwei oder drei Stunden unter­bro­chen gewesen, oder man schwieg in New York, weshalb ich die geöff­nete Verbin­dung vergessen haben könnte. Ich schlief jeden­falls ein gegen zwei Uhr, müde geworden vom Denken, und wie ich so schlief, kehrten die Stimmen zurück, ich träumte Geräu­sche, die in der ameri­ka­ni­schen Sprache plau­derten. Ten-Four. Ten-four. Auch meine eigene Stimme, sie berich­tete von einer Wande­rung durch Brooklyn, war in der Dämme­rung deut­lich zu hören gewesen. Ein schnelles, ein rasendes Spre­chen, Louis, als hinge sein Leben davon ab. Dann fehlte ihm ein Wort, ein entschei­dendes Wort. Von suchender Stille erwacht.
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