code blue

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gink­go

~ : mal­colm
to : louis
sub­ject : CODEBLUE
date : jan 8 14 3.15 p.m.

Eis schin­delt auf der Upper New York Bay. Es ist kalt gewor­den, klare Luft. Seit zwei Tagen ankert das Fährschiff John F. Kennedy vor dem Saint George Ter­mi­nal. Wir haben Erlaub­nis an Bord zu bleiben. Not­beleuch­tung auf den Decks. Alli­son war kurz an Land gegan­gen, um Erd­nüsse für Frankie zu besor­gen. Er tollt jet­zt schon seit Stun­den auf dem Schiff herum, als würde es ihm allein gehören. Wir erleben in dieser Weise eine ruhige Zeit, nie­mand hier, der Frankie zu nahe kom­men kön­nte. Von der Besatzung des Schiffes ist nur ein Matrose geblieben. Er hat damit begonnen, die Rah­men der Fen­ster zu stre­ichen. Auf den Fährschif­f­en, die an uns vor­beiziehen, sind ver­mummte Pas­sagiere zu erken­nen. Manche wagen sich auf die Prom­e­naden hin­aus, viele tra­gen Masken vor ihrem Gesicht, ein unheim­lich­er Anblick. Und das Knis­tern des Eis­es, das sich in Ufer­nähe sofort wieder hin­ter den Schif­f­en schliesst. Noch ist es kein Hin­der­nis. Schollen richt­en sich senkrecht auf, bleiben ste­hen wie messer­scharfe Zähne. Ein Tran­sis­tor­ra­dio spielt Jazzmusik. Stündlich Nachricht­en von der Lage in der Stadt. Kirchen und Schutzräume sollen für Per­so­n­en ohne Woh­nung geöffnet wor­den sein. Wir fra­gen uns, ob Frankie im Cen­tral Park über­lebt haben würde. Weit­er­hin, auch nachts, sind Möwen am Him­mel. — Mal­colm. Ahoi! / code­wort : code­blue

emp­fan­gen am
8.01.2014
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mal­colm to louis »

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