dair az-zaur

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sierra : 7.48 – Das zwan­zigste Jahr­hun­dert blickt nieder auf eine geheim­nis­lose Welt. Alle Länder sind erforscht, die fernsten Meere zerpflügt. Land­schaften, die vor einem Menschen­alter noch selig frei im Namen­losen dämmerten, dienen schon knech­tisch Europas Bedarf, bis zu den Quellen des Nils, den Lang­ge­suchten, streben die Dampfer; die Vikto­ria­fälle, erst vor einem halben Jahr­hun­dert vom ersten Euro­päer erschaut, mahlen gehorsam elek­tri­sche Kraft, die letzte Wildnis, die Wälder des Amazo­nas­stromes ist gelichtet, der Gürtel des einzig jung­fräu­li­chen Landes, Tibets, gesprengt. Das Wort TERRA INCOGNITA der alten Land­karten und Welt­ku­geln ist von wissenden Händen über­zeichnet. – Stefan Zweig. In jenen Land­schaften aber Frauen, Männer, Kinder. Ahnungen. Was in der ostsy­ri­schen Stadt Dair az-Zaur protes­tie­renden Menschen in diesen Stunden geschieht, wissen wir nicht. – stop
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