ein auge auf dem tisch

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echo : 22.02 — Ich stelle mir vor, wie das wäre, wenn ich über ein beson­deres Auge ver­fügte, ein Auge näm­lich, das ich meinem Kopf ent­nehmen und vor mich hin auf den Tisch able­gen kön­nte, ein leben­des Auge, ein Auge, mit­tels dem ich ein­er­seits von meinem Kopf aus fröh­lich in die Welt hin­auss­chauen würde, ander­er­seits ihm Frei­heit des Raumes gewähren, ohne dass es sofort Schaden nehmen sollte, ein Augen­we­sen demzu­folge, ein Augen­tier, mit einem selb­st­ständi­gen Gehirn, mit einem Magen, Blut­ge­fäßen, Ohren ( ich bin mir nicht sich­er ), einem Mund und einem Ver­dau­ungsap­pa­rat, alles sehr klein und feinst gewirkt, eine Per­sön­lichkeit von 7.5 Gramm Gewicht, die mich gern von einem Tisch her betra­cht­en würde, diesen Mann mit fehlen­dem Auge, was nicht wirk­lich der Fall ist, weil das Auge, das fehlt, eigentlich anwe­send ist, aber nicht dort, wo man es erwartet unweit der Nase, son­dern längst auf dem Tisch. Stellt sich nun die Frage, was so ein Auge zu sich nehmen wollte, wie man es füt­tert, was und wie viel an einem der Leben­stage eines unab­hängi­gen Augengeschöpfes getrunk­en wer­den sollte, und was in Etwa geschehen würde, wenn sich das Auge in ein weit­eres Auge vernar­rt? — stop

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