ein name fern und nah

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echo : 18.55 — Im Schnel­lzug gegenüber saß eine junge Frau. Als der Zug län­gere Zeit hal­ten musste, kamen wir irgend­wie ins Gespräch. Die junge Frau sagte, dass sie bewun­dere, wie schnell ich auf mein­er Schreib­mas­chine mit den Fin­gern tip­pen könne. Sie erwäh­nte, dass sie in Sri Lan­ka geboren wor­den sei, aber schon lange in Europa lebe. Tat­säch­lich hörte ich kaum einen Akzent in ihrer Stimme. Ich fragte sie nach ihrem Namen. Welchen ihrer Namen ich wis­sen wolle, erkundigte sie sich, ihren europäis­chen, den Namen ihres Mannes, der sich mit einem Bruchteil ihres Geburt­sna­mens ver­bun­den habe, oder eben den Namen ihrer Kind­heit? Mit ein­er scheuen Hand­be­we­gung rief sie meine kleine flache Schreib­mas­chine zu sich herüber, nahm sie in ihre linke Hand und begann mit ihrer recht­en Hand Zeichen um Zeichen zu tip­pen. Sie sagte: Ich schreibe ihnen, wie ich in Sri Lan­ka als unver­heiratete Frau gerufen wurde. Vor­sichtig berührte sie mit ein­er Fin­ger­spitze die Tas­tatur auf dem Bild­schirm, es dauerte lange Zeit, ehe sie fer­tig gewor­den war. Immer wieder schien sie ihren Namen zu prüfen, ob auch alles stimmte. Kurz darauf las sie mir ihren Namen vor, ein schönes Geräusch in meinen Ohren. Dann gab sie mir meine Schreib­mas­chine zurück und ich buch­sta­bierte mein­er­seits fol­gen­des vor­sichtig nach: Mal­vala Sri Brah­mana Rin­naya­ka Tannkoan Mydi­uanse­lage Langt Mahe­hi­ka Tannkoan Sana­ton­ga. Es war an einem Don­ner­stag gewe­sen gegen 18 Uhr. — stop
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