elefantenohrtier dx-18

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tan­go : 2.55 — Bei jen­em Wesen, das mir heute Abend auf dem Schreibtisch vor­liegt, han­delt es sich zunächst um das Ohr eines afrikanis­chen Ele­fan­ten, welch­es in mein­er Woh­nung bere­its seit eini­gen Stun­den gegen­wär­tig ist, während ich den dazuge­höri­gen Ele­fan­ten eben­so dauer­haft nicht zu find­en ver­mag. An jen­er Stelle des Ohres, die üblicher­weise ein Ele­fan­tenkör­p­er ein­nehmen würde, ist stattdessen eine Krea­tur anzutr­e­f­fen, nicht größer als ein Zwerg­bären­ma­ki von 30 Gramm Gewicht, riesige gelbe Augen, aber kein Schwanz, keine Füße, keine Beine, keine Hände, keine Arme. Das Wesen lebt. Man kann es füt­tern. Ich ver­mute, es wird an diesem Abend vielle­icht erkäl­tet sein, weil sein Atem pfeift. Ich habe vor weni­gen Minuten noch ver­sucht, mein eigenes kleines Ohr in die Nähe des Tor­sos zu bewe­gen, um vielle­icht Herz­schläge vernehmen zu kön­nen. Unverzüglich wurde ich gebis­sen, das Tier fauchte wie ein klein­er Tiger. Sobald ich dage­gen das Ele­fan­tenohr, das über meinem Schreibtisch aus­ge­bre­it­et liegt, mit meinen Hän­den berühre, scheint das Wesen zufrieden zu sein, schnur­rt und maun­zt. Gle­ich­wohl ist ges­tat­tet, das Ohr mit­samt des kleinen Tieres vom Tisch anzuheben, dann baumelt es dicht über dem Boden, was ihm Freude bere­it­et. Ich habe den Ver­dacht, es kön­nte sich bei dieser neuar­ti­gen anatomis­chen Anord­nung ins­ge­samt um eine gut durch­blutete Struk­tur han­deln, die mit Vor­satz hergestellt wurde, damit man sich in kühlen Nächt­en darunter leg­en kann. Ich werde dieser Spur nachge­hen. Man frisst bevorzugt Krabben. Rosa Zapfen­zunge. — stop

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