feuerblume

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marim­ba : 6.28 — Kurz nach Mit­ter­nacht. Hun­derte ges­tran­de­ter Men­schen liegen, Flughafen­ter­mi­nal 2, auf Feld­bet­ten, schlafen unter grauen Deck­en, still, als seien sie ohne Träume, bewe­gungs­los, ver­pup­pt. Saß auf ein­er Bank in näch­ster Nähe, wartete, notierte: Die Augen der Papiertierchen befind­en sich im Zen­trum ihrer Kör­per­scheibe, eines erhaben aufwärts, das andere erhaben abwärts gerichtet. Licht und Schat­ten, Bewe­gung und Still­stand, so ist ihre Welt beschaf­fen. stop — Nie wer­den diese Augen sehen, was ich in ver­gan­genen Stun­den mit men­schlichen Augen auf dem Bild­schirm meines Com­put­ers beobachtete. Fotografien ein­er Feuerblume aus dem Eis, ihr tief­schwarz­er Atem, das Blut der Erde, ursprünglich­ste Kraft. — Bleibt noch, mit den Winden zu sprechen.

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