jackson avenue

2

romeo : 1.28 — New York. Sub­way Lin­ie 7 Rich­tung Queens. Ein Herr mit Aktenkof­fer steigt Sta­tion Jack­son Avenue in den Zug, set­zt sich, legt seinen Kof­fer auf die Knie, öffnet den Kof­fer und ent­nimmt ein Gerät, das nicht sehr viel größer ist als eine Stre­ich­holzschachtel. Bald wer­den Bat­te­rien sicht­bar, eine Ver­samm­lung von vier Bat­te­rien, 1.5 Volt, die mit­tels eines Gum­miban­des aneinan­der befes­tigt sind. Drähte führen in die Luft, sie beben in der Bewe­gung des Zuges, wer­den in diesem Moment von gle­ich­falls beben­den Fin­gern des Mannes einge­fan­gen, mehrfach verzwirbelt und vor­sichtig mit dem kleinen Gerät, das der Mann seinem Kof­fer zunächst ent­nom­men hat­te, ver­bun­den. Ein Junge mit Gitarre schlen­dert indessen musizierend durch den Zug, bre­it­beinig, in der Art der Matrosen auf hoher See. Fahrgäste in der Nähe des Mannes mit dem Aktenkof­fer beobacht­en inter­essiert wie der Mann aus der linken Tasche seines Jack­etts eine Kurbel hebt, fil­igranes Werkzeug, Welle von Met­all, hölz­ern­er Griff. Er steckt die Kurbel in den Stre­ich­holzkas­ten und begin­nt vor­sichtig an ihr zu drehen. Jet­zt schließt er seine Augen, kurbelt weit­er. Einige Meter ent­fer­nt sitzt ein Mäd­chen auf ein­er grell­bun­ten Reise­toi­lette. Auch das Mäd­chen, während es wartet, beobachtet den Mann und seine Kurbel­mas­chine voller Hingabe. In dieser Sekunde schließt auch das Mäd­chen, wie der Mann, andächtig die Augen. – stop

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top