holly

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delta : 6.58 – Im Traum mit Jürg Feder­spiel auf Fähr­schiffen zwischen Manhattan und Staten Island hin und her unter­wegs. Sobald wir eines der beiden Ufer erreichten, verließen wir unser Schiff, um sofort das nächste Schiff in die Gegen­rich­tung zu besteigen. Wir machten das so selbst­ver­ständ­lich, als hätten wir nie etwas anderes an diesem Ort getan. Jedes Mal mussten wir eine Schleuse passieren, wir zogen dann unsere Schuhe und unsere Gürtel aus und setzten bedeu­tungs­volle Gesichter auf, indem wir an schwer bewaff­neten Poli­zisten vorüber­gingen. Bald schon standen wir wieder bugseits, Nasen im Fahrt­wind, Schulter an Schulter, und Herr Feder­spiel wieder­holte seine Lieb­lings­ge­schichte, eine kurze Erzäh­lung, die von den Augen der Frei­heits­statue berich­tete. Das seien ohne Zweifel die Augen jener Menschen, die übers Meer gekommen waren, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Riesige Möwen­ma­schinen beglei­teten das Schiff, sie jagten nach Foto­ap­pa­raten und anderen glit­zernden Dingen. Kaum hatten wir ein Ufer erreicht, war der Dichter zu Ende gekommen und die Geschichte vergessen, weswegen sie unver­züg­lich erin­nert werden musste. Und so fuhren wir weiter und immer weiter hin und her. Auch Holly war da. Ich konnte ihren Rücken sehen und ihren Hut, der sich auf dem Kopf langsam drehte. – stop
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