liebeslaute

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1.55 – Seit ich gestern, gegen den Morgen zu, erfahren habe, dass Buckel­wale zur Paarungs­zeit über eine Sprache verfügen, die einfa­chen mensch­li­chen Spra­chen ähnlich ist, immer wieder die Frage, was ich unter einer einfa­chen mensch­li­chen Sprache verstehen sollte, die atem­lose Sprache der Lust viel­leicht oder die Sprache der Chat­räume? Ob eine dieser mensch­li­chen Spra­chen viel­leicht geeignet wäre, sich mittels einer Prozedur der Über­set­zung von Wal zu Mensch zu verstän­digen? Wir könnten uns vom Land und von der Tiefsee erzählen. Eine gran­diose Vorstel­lung, auf hoher See Luft perlend vor einem Wal zu schweben und zu warten und zu wissen, dass er gleich, nach ein wenig Denk­zeit, zu mir spre­chen wird. Etwas also sagen oder singen, das nur für mich bestimmt ist. Viel­leicht eine Frage: Wie heißt Du, mein Freund? Oder : Ich hörte von Bäumen! - Es ist 2 Uhr 10 und ich bin sehr gut gelaunt, weil ich etwas Lich­ten­berg gelesen habe. Er schreibt um das Jahr 1774 herum: Eine Fleder­maus könnte als eine nach Ovids Art verwan­delte Maus ange­sehen werden, die, von einer unzüch­tigen Maus verfolgt, die Götter um Flügel bittet, die ihr auch gewährt werden. – Wie aber sollte ich einem Walfreund Abu-Ghraib, Grosny, Darfur, Simbabwe, Tibet und Burma erklären, das Foltern, das Okku­pieren, das offene und das heim­liche Töten von Menschen­hand? Und wie den Hunger? Und wie das Schweigen? – stop

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