linie 8

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echo : 10.06 UTCNäch­ste Hal­testelle Max-Weber-Platz. Ich hab Weiß Fer­dls Gesang noch im Ohr, wie er die Geschichte erzählt von der Lin­ie 8, die durch München fährt zu ein­er Zeit, da ich noch nicht geboren wor­den war. Wie oft habe ich diese Auf­nahme als Kind vielle­icht gehört? Die Stimme des alten Münch­n­er Kabaret­tis­ten ist mir heut Mor­gen ver­mut­lich deshalb ins Gehör ger­at­en, weil ich Infor­ma­tio­nen ein­er mod­er­nen Straßen­bahn zuhörte, ein­er Stimme präzise, die von einem Com­put­er erzeugt wird: Bitte in Fahrtrich­tung rechst aussteigen. Diese Stimme, wie sie mir bewusst wurde, scheint sich bere­its in viele weit­ere Städte fort­ge­set­zt zu haben, es ist eine weib­liche Stimme, die auch kom­plizierte Straßen­nah­men zu for­mulieren ver­mag. Manch­mal dehnt sie Wörter in ein­er selt­sam unbe­holfe­nen Art. Das hört sich an, als würde eine Schallplat­te für einen Moment beschle­u­nigt, dann wieder abge­bremst. Auch Kinder hören zu, oder Men­schen, die ger­ade eben die deutsche Sprache ler­nen. Vielle­icht, stelle ich mir vor, wer­den sich in dieser Weise beständi­ger Wieder­hol­ung nach und nach jene unbe­holfen klin­gen­den Sen­ten­zen der Straßen­bah­nansagen in unsere alltägliche Sprache schle­ichen. Das ist denkbar. Ich muss das beobacht­en. — stop

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