lucie

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sier­ra : 6.02 — Das sind lustige Tage, Tage wie dieser hier nach dur­char­beit­eter Nacht. Noch immer, drin­nen wie draußen, sehr warme und feuchte Hitze. In der Däm­merung schloss ich die Fen­ster. Auf das Bett waren leichte Tüch­er gelegt, das luftig­ste Mate­r­i­al, das zu find­en gewe­sen ist, die Fen­ster ver­dunkelt, alles bere­it den begin­nen­den Tag sofort zur Nacht zu machen. Ich lag bald unterm Buch, das mir den Kopf müde machte,  dachte, dass ich nichts denken sollte, schaute nach Lichtern, die unter den Lid­ern in Schlafau­gen wan­dern. Fast war ich weggekom­men, als eine Fliege auf mein­er Schul­ter lan­dete und sofort mit dem Mund­stem­pel nach Salz und anderen Din­gen zu forschen begann. Ich sagte, bitte, bitte nicht, Lucie, heute bitte nicht, ich muss schlafen. Und so erhob sich Lucie in die Luft und ich hörte, wie sie eine langsame, trau­rig sum­mende Runde linksherum durch mein Zim­mer flog. Dann schlief ich ein und träumte zwei blaue Sch­neck­en. Sie waren von küh­ler Tem­per­atur und hat­ten sich wie Polar­füchse in ein­er Schnee­höh­le, in meine Augen­höhlen gelegt. Als ich wach wurde, als ich zunächst wach gewor­den war, wie immer mit geschlosse­nen Augen, hörte ich Gewit­ter­don­ner, dann ent­deck­te ich Lucie in näch­ster Nähe. Sie hat­te sich, während ich träumte, vor­sichtig auf den Rück­en mein­er linken Hand geset­zt und ihre Beine ange­zo­gen, so dass sie nicht saß, vielmehr auf mir lag. Ja ist es denn Fliegen möglich, die Augen zu schliessen?

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