luftgespräch

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echo : 8.18 – Ich spazierte in ein­er Stadt selt­samer Men­schen. Diese Men­schen waren Wesen ohne Augen in ihrem Gesicht, weswe­gen ich sie nicht begrüßen kon­nte, was ich natür­lich schon deshalb ver­suchte, weil ich her­aus­find­en wollte, ob diese Men­schen, die sich in engen Straßen fort­be­wegten, ohne je aneinan­derzus­toßen, eventuell über geheime Augen ver­fügten, sehr kleine Augen in den Nasen­flügeln, sagen wir, oder ihren Wan­gen, fein­ste Facetten. Als ich ein­mal den Him­mel über mir betra­chtete, bemerk­te ich weg­weisende Sätze auf Schildern und Pfeile und Spiegel, so dass ich mich selb­st betra­cht­en kon­nte, meinen in den Nack­en gewor­fe­nen Kopf. In ein­er Bahn­hof­shalle ruht­en wartende Reisende auf Bänken. Sie lagen so zueinan­der, dass ihre Schädeldäch­er sich fast berührten. Manche schliefen, andere unter­hiel­ten sich. Je ein Auge dort pro Kopf von feinem Haar umgeben. Aus der Ferne betra­chtet sah das ganz so aus, als wür­den die Liegen­den Selb­st­ge­spräche führen oder mit der Luft. Dann wach. — stop. — Mon­tag. Acht Uhr zweiundzwanzig Minuten in Ben­gasi, Libyen. — stop
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