matrjoschka

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echo : 6.52 — Weit bin ich in der Beweglichkeit meines Ellen­bo­gen­ge­lenkes gekom­men. Ich ver­mag ein Glas Wass­er zum Mund zu führen, in einem Buch zu blät­tern oder auf ein­er mein­er elek­trischen Schreib­maschi­nen zu schreiben. Auch ein fes­ter Händ­e­druck ist wieder möglich gewor­den, wen­ngle­ich noch schmerzhaft. Gestern nun näherte ich mich mit meinem recht­en Dau­men mein­er recht­en Schul­ter soweit an, dass ich meinte, sie bere­its spüren zu kön­nen, meine Schul­ter also an der Haut meines Dau­mens und umgekehrt. Eine äußerst langsame, sagen wir, behut­same Annäherung. Ein Nachgeben Mil­lime­ter für Mil­lime­ter jenes kleineren Matr­joschkaarmes, der meinen eigentlichen Arm seit Monat­en zu bewohnen scheint, eigensin­niges Wesen, Wesen wie für sich, das noch fes­thal­ten will an ein­er Geste des Schutzes, weit­erex­istieren in einem Winkel von 90°. Mein schnur­ren­der, mein sich räus­pern­der Arm. Es knis­tert unter der Haut auch dann, wenn ich mich nicht bewege, als ob der eine Arm mit dem anderen Arm leise ver­han­delte. – Dien­stag, noch Nacht. Warmer Regen vom Nebel­him­mel. Und Jazz, und Jazz von New Jer­sey her. Art Tatum. März 1946. TIGER RAG. Guten Mor­gen. — stop

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