panther

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lima : 1.42 – Etwas Merk­würdi­ges muss geschehen sein, während ich schlief. Als ich erwachte, kon­nte ich nicht sagen, ob ich eine Frau bin oder ein Mann. Ich öffnete die Augen und bemerk­te einen Pan­ther, der vor meinem Bett auf und ab spazierte. Das war ein merk­würdi­ger Pan­ther gewe­sen, der vor meinem Bett spazierte. Der Pan­ther war schwarz wie alle Pan­ther, wenn sie wirk­liche Pan­ther sind. Dieser wirk­liche Pan­ther nun aber trug Men­schen­haut und hat­te grüne, anstatt gelbe Augen. Wenn ich mich bewegte, fauchte der Pan­ther und machte einen Satz auf mich zu, so dass ich mich entschloss abzuwarten, vielle­icht weil ich hoffte, er würde bald schlafen oder ganz aus meinen Zim­mern ver­schwinden. — Es ist jet­zt wieder Nacht gewor­den. Noch immer habe ich mein Bett nicht ver­lassen. Der Pan­ther ruht vor mir auf dem Boden. Weit­er­hin geniesse ich seine ungeteilte Aufmerk­samkeit. Nicholas Bak­ers Buch der Stre­ich­hölz­er, das ich in der Nähe auf dem Boden gefun­den hat­te und ger­ade noch unter mein­er Decke ver­steck­en kon­nte, ist kreuz und quer zu Ende gele­sen. Ich spüre ein leis­es Hungerge­fühl in mir auf­steigen, der quälende Durst der Wüsten­wan­der­er klebt schon seit Stun­den an meinem Gau­men. Sollte, sobald in fünf Stun­den die Däm­merung ein­set­zen wird, zum Angriff überge­hen. Ich muss, kein Ausweg, die Küche, das heißt, die näch­ste Wasser­stelle erre­ichen. Vielle­icht sind diese Zeilen, die ich in weni­gen Minuten über mein Funknetz abset­zen werde, die let­zten Zeilen, die ich als leben­der Men­sch notierte.

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