nehmen wir einmal an …

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fox­trott : 7.28 — Nehmen wir ein­mal an, ich würde gefragt, ob ich vielle­icht über ein weit­eres Auge ver­fü­gen möchte, ein wirk­lich­es drittes Auge, ein Auge für sich, ein Auge, mit dem ich in die Welt hin­auss­chauen kön­nte, was wäre zu tun? – Ruhe bewahren! – Nach­denken! – Antworten! – Sehr bald antworten, jawohl ja, das wäre ein feines Geschenk, dieses Auge würde ich sehr gerne und sofort ent­ge­gen­nehmen. Natür­lich würde das nicht so leicht sein, ich meine, die Über­gabe eines weit­eren Auges an meinen bere­its existieren­den Kör­p­er, wie man sich das vielle­icht vorstellen mag, nein, nein, das wäre sich­er eine außeror­dentlich kom­plizierte Geschichte. Ein geeigneter Ort würde zu find­en sein, an dem das brand­neue Sin­nesor­gan an meinem Kör­p­er oder in meinem Kör­p­er mon­tiert wer­den kön­nte, und ich müsste mich vielle­icht zunächst entschei­den, welch­er Art das Auge sein sollte, ein großes, strahlen­des Schmuck­auge beispiel­sweise, oder ein eher kleines, kaum sicht­bares Auge, ein geheimes Auge, sagen wir, um unbe­merkt die Welt um mich herum unter­suchen zu kön­nen. An diesem schö­nen Nebel­mor­gen nun, ich bin noch nicht ganz wach gewor­den, würde ich fol­gen­des fra­gen: Ist es eventuell möglich, das Auge rechter Hand in den mit­tleren Fin­gerknöchel nahe des Han­drück­ens einzuset­zen? Wann kön­nten wir damit begin­nen? Sind Sie noch bei Ver­stand, oder wie oder was? — Ja, so würde ich wohl sprechen, genau diese Bestel­lung würde ich aufgeben. Stellt sich nun die Frage, was würde ein Auge dieser Art mit meinem Gehirn unternehmen? Würde es wach­sen? Und wohin würde es wach­sen? — Ich muss das nicht heute entschei­den!

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