PRÄPARIERSAAL : skalpell

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tan­go : 8.58 — Lydia, 23, notiert über ihre Erfahrung eines Prä­pari­er­saal-zep­pelins fol­gen­des: > Ist Dir das auch aufge­fall­en, dass sich während des Sezierens kaum jemand ver­let­zte? Ich hab mich darüber immer wieder gewun­dert. Vor allem dann, wenn ich auf dem Tisch Skalpelle und Gewe­beteile liegen sah. Ich erin­nere mich, dass ich zusam­mengezuckt bin, wenn jemand schrie oder laut lachte. Ich habe dann gedacht: Jet­zt ist es passiert. Diese Skalpelle sind ja sehr scharf. Aber vielle­icht hat die Art und Weise wie wir das Werkzeug in Hän­den hiel­ten, das Schlimm­ste ver­hin­dert. Wir haben ja aus dem Handge­lenk her­aus gear­beit­et und nicht mit der Kraft des ganzen Arms. Faszinierend fand ich, den Brustko­rb zu prä­pari­eren; die Lunge zu sehen, wie groß sie eigentlich ist und in welchem Bezug sie genau zum Herzen liegt. Vor allem war es aber span­nend die Kon­sis­tenz einiger Organe oder Organ­teile zu erfahren. Die Herzk­lap­pen sind unglaubliche Kon­struk­tio­nen und auch das schwammähn­liche Gewebe der Lunge ist anfangs sehr ungewöhn­lich. Schwierigkeit­en hat­te ich mit kein­er Region direkt, aber ich war sehr froh gewe­sen, dass die Prä­pa­ra­tionsar­beit­en am Kopf meist von anderen Stu­den­ten erledigt wur­den. Ich habe ger­ade das Gesicht eines Men­schen als etwas sehr per­sön­lich­es ange­se­hen. Das Gesicht ist das, was die Indi­vid­u­al­ität eines Men­schen aus­macht, ein Gesicht zu zer­stören war für mich eine schwierige Sit­u­a­tion. Alles Gute! — stop
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