radare

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gink­go : 20.58 — Pal­men­garten. Die Sonne geht gegen sechs Uhr unter, Enten schlafen zu meinen Füßen. Der Schirm ihrer Augen, der sich regelmäs­sig öffnet, als wür­den sich in ihren kleinen Köpfen Halb­schalen von Perl­mut­thaut langsam drehen. Gehen und Kom­men, Wieder­hol­ung, Rhyth­mus, Radare. Trans­ferierte in der Däm­merung hand­schriftliche Texte aus Notizbüch­ern in die Schreib­mas­chine, das kann man jet­zt druck­en, die Bewe­gung der Sub­wayzüge, die sich in meinen Zeichen zur Unle­ser­lichkeit fort­set­zte, ver­schwun­den. — Wie sprechen, wie erzählen? — Erin­nerte mich an den Moment, da ich erfahren habe, dass Buck­el­wale zur Paarungszeit über eine Sprache ver­fü­gen, die ein­fachen men­schlichen Sprachen ähn­lich ist. Sei­ther, von Zeit zu Zeit, die Wieder­hol­ung der Frage, was ich unter ein­er ein­fachen men­schlichen Sprache ver­ste­hen sollte, die atem­lose Sprache der Lust vielle­icht oder die Sprache der Cha­träume? Ob eine dieser men­schlichen Sprachen vielle­icht geeignet wäre, sich mit­tels ein­er Proze­dur der Über­set­zung von Wal zu Men­sch zu ver­ständi­gen? Wir kön­nten uns vom Land und von der Tief­see erzählen. Eine grandiose Vorstel­lung, auf hoher See Luft per­lend vor einem Wal zu schweben und zu warten und zu wis­sen, dass er gle­ich, nach ein wenig Denkzeit, zu mir sprechen wird. Etwas also sagen oder sin­gen, das nur für mich bes­timmt ist. Vielle­icht eine weit­ere Frage: Wie heißt Du, mein Fre­und? — Oder: Ich hörte von Bäu­men!
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