unter salzbäumen

9

tango : 2.02 – Im Traum sitze ich mit einem alten Mann an einem Tisch. Große Hitze auch im Schatten, den Salz­bäume spenden. Wir trinken Kaffee und Wasser, das süß ist wie Honig. Der alte Mann trägt kaki­far­bene Shorts, seine Haut ist dunkel, gebrannt wie Kaffee, helle, grüne Augen. Eine Erschei­nung, zahnlos, die nicht spricht, Haut und Knochen, aber ein Wesen von enormer Ausdauer. Ich höre, der alte Mann soll seit Jahren bereits vor diesem Tisch sitzen, ohne je aufge­standen zu sein. Papiere liegen auf dem Tisch und auf dem Boden. Sie sind beschriftet, kaum leser­liche Zeichen. Vor dem Mann ruht ein kleines, schwer atmendes Note­book. Einmal blickt er auf den Bild­schirm seiner Maschine, dann wieder auf ein Blatt Papier, das vor ihm liegt, und schreibt. Ameisen von Metall irren im Sand herum. Es gibt keinen Ton im Traum, wenn ich spreche, vernehme ich weder Gedanken noch Stimme. – stop
ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top