upper east side : mail

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india : 2.08 — Im 22. Stock des Haus­es in Man­hat­tan, in dem ich wohne, befind­et sich vor Aufzü­gen ein Briefkas­ten der Unit­ed States Postal Ser­vices, ein Schlitz, der in die Wand ein­ge­lassen wurde, ein gus­seis­ern­er Mund, genauer, mit einem schw­eren Häubchen von rot­er Farbe. Ich war im Postof­fice an der Penn Sta­tion gewe­sen, um eine Brief­marke zu besor­gen und einen Briefum­schlag, eine Postkarte hat­te ich schon, sie zeigt eine Fotografie der Mund­har­moni­ka Jack Ker­ouacs. Ich habe nun Fol­gen­des unter­nom­men. Ich habe auf die Postkarte einen Satz für mich selb­st notiert, der natür­lich geheim bleiben muss. Dann habe ich die Postkarte in den Briefum­schlag gesteckt, meine Adresse notiert und den Brief in den kleinen Mund vor den Aufzü­gen gesteckt. In dem Moment, da ich den Brief aus den Hän­den in die Tiefe gleit­en ließ, mein Ohr hat­te ich dicht an den Schlitz herange­führt, war kein Geräusch zu hören gewe­sen, als ob der Brief in einem Nichts ver­schwinden würde. — Spaziert im Cen­tral Park. Leichter Regen. Eine Stadt voller Men­schen unter Schir­men, die miteinan­der zu sprechen scheinen. – stop

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