vom zeitfalten

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alpha : 0.55 — Ich erin­nerte mich, ich weiß nicht warum, an eine Geschichte Julio Cortázars, die von ein­er Fliege erzählt, die auf dem Rück­en geflo­gen sein soll, als der Autor sie ent­deck­te, Augen nach unten demzu­folge, Beinchen nach oben, ein für Fliegen­tiere nicht üblich­es Ver­hal­ten. Natür­lich musste diese selt­same Fliege unverzüglich näher betra­chtet wer­den. Julio Cortázar erfand deshalb ein Zim­mer, in welchem die Fliege for­t­an existierte, und einen Mann, der die Fliege zu fan­gen suchte. Wie zu erwarten gewe­sen, war der Mann in sein­er Beweglichkeit viel zu langsam, um die Fliege behut­sam, das heißt, ohne Beschädi­gung, erhaschen zu kön­nen. Er bemühte sich redlich, aber die Fliege schien jede sein­er Bewe­gun­gen vorherzuse­hen. Nach ein­er Weile machte sich der Mann daran, das Zim­mer, in dem er sich mit der Fliege aufhielt, zu verklein­ern. Er fal­tete Papiere zu Schachteln, die den Flu­graum der beson­deren Fliege nach und nach der­art begren­zten, dass sie sich zulet­zt kaum noch bewe­gen kon­nte. Fliege und Fänger waren in einem licht­losen Raum inner­halb eines Schachtelz­im­mers gefan­gen, daran erin­nere ich mich noch gut, oder auch nicht, weil ich diese Geschichte bere­its vor langer Zeit gele­sen habe, immer wieder von ihr erzählte, weshalb sich die Geschichte verän­dert, von der ursprünglichen Geschichte ent­fer­nt haben kön­nte. Sich­er ist, dass diese Geschichte von ein­er Fliege erzählt, die auf dem Rück­en fliegt, und auch, dass ich nicht sagen kann, warum ich mich plöt­zlich an sie erin­nerte, und auch nicht, ob ich mich jemals wieder an sie erin­nern werde. — stop

mikroskop3

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