von ameisenuhren

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nordpol : 5.06 – Es ist kurz vor sechs Uhr abends. Nach einer Verfol­gungs­jagd über Bahn­steige des Central­bahn­hofs, gewährt mir ein Junge von viel­leicht acht Jahren einen Blick in eine seiner Mantel­ta­schen. Er will jetzt nicht mehr weglaufen, er will nur ganz still neben mir auf der Treppe sitzen und zusehen, wie ich Uhren betrachte, die sich in eben seiner Mantel­ta­sche befinden. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele größere und klei­nere Armband­uhren auf einem sehr engen Raum beob­achtet. Wie ich mich der Uhren­ta­sche nähere, und zwar mit einem Ohr, sieht mir der kleine Junge, der nicht mehr weglaufen will, zu. Vermut­lich wird er bemerken, dass ich meine Augen schließe, um das Geräusch der Uhrwerke in seiner aufre­genden Schön­heit wahr­nehmen zu können, ein sehr leises Brausen, sagen wir, wie von Tieren gemacht, als würde ein Volk der Wander­ameisen näher­kommen. Wie ich mich aufrichte, habe ich die Uhr meines Vaters wieder­ge­funden, und der Junge beob­achtet wie ich sie nun um mein Hand­ge­lenk lege und sehr fest ziehe, was der Junge seiner­seits mit einem Lächeln quit­tiert. Diese Uhr, sagt er, gehöre jetzt wieder mir, er macht sehr große Augen. – stop

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