von hohen frequenzen

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sier­ra : 16.02 — Vor dem Roll­stuhl, in dem die alte Dame hock­te, kni­ete ein Mäd­chen im Alter von 6 Jahren. Die alte Dame erzählte dem Mäd­chen irgen­deine Geschichte. So leise war die Stimme der alten Dame gewor­den, dass sie kaum noch zu hören war, manche der leisen Wörter waren nur in Gedanken zu vernehmen, waren Ver­mu­tung. Je mehr der Ver­mu­tun­gen sich in den laut aus­ge­sproch­enen Wörtern der Erwach­se­nen, die links und rechts des Roll­stuh­les ste­hend in gebück­ter Hal­tung lauscht­en, aneinan­der rei­ht­en, desto strenger wurde der Blick der alten Dame, sie schien unzufrieden, vielle­icht sog­ar verzweifelt zu sein. Plöt­zlich sagte das Mäd­chen: Ihr hört nicht richtig zu! Die Tante sagt, dass sie an Wei­h­nacht­en immer den Gottes­di­enst in der Kirche St. Paul besuchte. Sie sagt über­haupt gar nichts über das Wet­ter mor­gen. Unverzüglich begann die alte Dame zu lächeln. Sie wink­te das Mäd­chen zu sich her­an und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Ja, sagte das Mäd­chen, das stimmt, ich kann sehr gut hören, ich glaube, ich kann auch Fle­d­er­mäuse hören, wenn sie bei uns im Garten herum­fliegen. Die alte Dame flüsterte etwas weit­eres in das Ohr des Mäd­chens, sofort stand das Mäd­chen auf und schob den Roll­stuhl der alten Dame auf den Flur hin­aus. Im Flur vor einem Fen­ster hock­te eine weit­ere alte Dame in einem einem Roll­stuhl, sie schien zu schlafen. Schnee fiel vor dem Fen­ster, dichte, große und sehr runde Flock­en. Bald saßen nun zwei alte Damen Seite an Seite in ihren Stühlen. Und das Mäd­chen ging vor den Damen in die Hocke. Sie weck­te die schlafende alte Dame und sagte mit ihrer hellen Stimme: Du, du woll­test heut Mor­gen mein­er Tante etwas erzählen. Ich bin jet­zt ganz Ohr! — stop
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