winterspur

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sier­ra : 16.02 UTC — Ich spazierte ein­mal im Gebirge durch den Schnee. Es war ein eiskalter Win­tertag, der Him­mel von einem wun­der­vollen Polar­blau, das ich gern gepflückt und mit mir in der Man­teltasche nach Hause getra­gen hätte. Vögel waren nicht zu sehen, aber sie waren zu hören gewe­sen, dumpfe Geräusche wie aus einem Traum her­aus. Ja, die Vögel schliefen, nichts anderes war möglich, hock­ten unter Schneeschir­men, die sich über Tan­nen und Fichten­nadeln span­nten, und warteten auf den Früh­ling. Ein Pfad führte durch den Wald, eine Spur, die Tiere bei Nacht und Men­schen bei Tag gemein­sam in den Schnee einge­tra­gen haben mocht­en. Wenn ich ganz still stand, kon­nte ich leise mein Herz in der Brust schla­gen hören. Ein seltenes Ereig­nis, das eigene Herzgeräusch von unten her­auf, oder war das doch nur eine Vorstel­lung gewe­sen. Und ich dachte an Eich­hörnchen, ich dachte, gut, dass ich kein Eich­hörnchen bin in diesem Win­ter. Eine Stunde ging ich so den Pfad ent­lang, dann kehrte ich um. — stop
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