winterspur

9

sierra : 16.02 UTC – Ich spazierte einmal im Gebirge durch den Schnee. Es war ein eiskalter Wintertag, der Himmel von einem wunder­vollen Polar­blau, das ich gern gepflückt und mit mir in der Mantel­ta­sche nach Hause getragen hätte. Vögel waren nicht zu sehen, aber sie waren zu hören gewesen, dumpfe Geräu­sche wie aus einem Traum heraus. Ja, die Vögel schliefen, nichts anderes war möglich, hockten unter Schnee­schirmen, die sich über Tannen und Fich­ten­na­deln spannten, und warteten auf den Früh­ling. Ein Pfad führte durch den Wald, eine Spur, die Tiere bei Nacht und Menschen bei Tag gemeinsam in den Schnee einge­tragen haben mochten. Wenn ich ganz still stand, konnte ich leise mein Herz in der Brust schlagen hören. Ein seltenes Ereignis, das eigene Herz­ge­räusch von unten herauf, oder war das doch nur eine Vorstel­lung gewesen. Und ich dachte an Eich­hörn­chen, ich dachte, gut, dass ich kein Eich­hörn­chen bin in diesem Winter. Eine Stunde ging ich so den Pfad entlang, dann kehrte ich um. – stop
ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top