zebraspringspinne

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hima­laya : 5.02 – Ich beob­achte an diesem Morgen auf dem Fens­ter­brett nach Süden zu eine Zebra­spring­spinne von höchs­tens 2 Gramm Gewicht. Sie spaziert dort unter meinen Augen furchtlos auf und ab. Mögli­cher­weise ist sie kürz­lich erst durch die Luft geflogen oder aber den ganzen Winter über in meiner Nähe gewesen, ohne dass ich sie bemerkte. Für einen Moment halten wir beide inne und schauen in Rich­tung der Dämme­rung. Eine Stra­ßen­bahn kommt um die Kurve gefahren, es ist die erste Stra­ßen­bahn dieses Tages. Ich schließe die Fenster. Mit dieser ersten Stra­ßen­bahn kommt der Tag in die Nacht, Vögel steigen aus und hocken sich in Bäume und singen, während Fliegen und Falter aus meiner Wohnung flüchten, um einzu­steigen und rasch davon­zu­fahren. Ich sollte morgens einmal auf die Straße treten und zur Halte­stelle gehen und warten, da nun die erste Fahrt der Linie 16 eintreffen und der Fahrer von Nacht­fal­tern bedeckt sein wird, und die Sitze und Lampen, und auch die Arbeiter und Arbei­te­rinnen der Früh­schicht. Dichte, bittere, stau­bige Luft, ein sonores Summen zehn­tau­sender Flügel. Kleine, harte Käfer­körper stürmen durch weichen, flie­genden Falter­wald, ping, pong, ping. – stop

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