flugbriefe

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delta : 0.01 — Nach ein­er harten Schicht im Post­amt von Bre­les, an welch­er nicht weniger als zwei­hun­dert Beamte beteiligt gewe­sen sein sollen, starteten in den frühen Mor­gen­stun­den 5778 Luft­post­briefe von eigen­er Kraft, jed­er also für sich und zur gle­ichen Zeit, ihren Flug von der franzö­sis­chen Küste über den Atlantik nach John Island, South Car­oli­na. Man fliegt im Schwarm nun schon die 16. Stunde, eine äußerst gün­stige Lin­ie ent­lang, weil man in der Lage ist, sich an den Ster­nen zu ori­en­tieren. Es soll ein wun­der­bares Schaus­piel gewe­sen sein, wie sich die Wolke der Luft­post­briefe unter dem Beifall des gelade­nen Pub­likums vom Boden erhob, um sich auf den Weg zu machen, das unendlich weite West­meer zu über­queren. Ein Augen­zeuge berichtete von einem Geräusch, das er nie zuvor wahrgenomme­nen habe, als ob sich ihm tausende Bienen näherten. Ein weit­er­er Beobachter schwärmte von wun­der­bar schim­mern­der Erschei­n­ung genau in dem Moment, da die Brief­wolke den Hor­i­zont erre­ichte. Er sagte, dass man noch eine lange Zeit ein Brum­men ver­nom­men habe. Ein­er der fliegen­den Briefe sei vor seinen Füßen ins Gras gestürzt. Er habe den Brief mit sich nach Hause genom­men, wo er ihn unter­suchte. Ein Liebes­brief von Madame Juli­ett L. an sich selb­st sei im Umschlag enthal­ten gewe­sen. An der oberen Briefkante, je an ein­er Ecke links und rechts, befän­den sich Rotoren, die im Zus­tand der Ruhe, in der Art geschlossen­er Regen­schirme nach unten gefal­teten seien. Der Flug­brief ist sehr leicht, sagte der Mann zum Schluss, ein kleines Wun­der mit ein­er Brief­marke, die über Licht­sen­soren zu ver­fü­gen scheint. — stop

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