giudecca

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hima­laya : 4.52 UTC – Eine digi­tale Appa­ratur berich­tete mir heute, irgend­je­mand, ein Mensch, der mögli­cher­weise in Kolum­bien wohnt, habe einen parti­cles – Text auf seinem Bild­schirm vorge­funden. Ich frage mich, wie dieser entfernt lebende Mensch mit den Archiven meiner notie­renden Arbeit in Verbin­dung gekommen sein könnte. Ein Zufall, das ist denkbar. Oder ein Irrtum? Wie lange Zeit wird mein Text, der im Mai 2008 aufge­schrieben worden war, dort auf einem Bild­schirm lesbar gewesen sein. Plötz­lich las ich meinen Text in einer Weise, als verfügte ich über fremde Augen­paare: Viel­leicht kann ich, wenn ich an das Meer in den Straßen Vene­digs denke, von Wellen­be­we­gungen spre­chen, die einem sehr lang­samen Rhythmus folgen, von Halb­jah­res­wellen, von Wellen, die sich, sobald ich sie jenseits ihrer eigent­li­chen Zeit betrachte, wie Palomars Sekun­den­wellen benehmen. – Wann beginnt und wann genau endet eine Welle? Wie viele Wellen kann ein Mensch ertragen, wie viele Wellen von einer Wellenart, die Knochen und Häuser zertrüm­mert? – Dämme­rung. Stille. Nur das Geräusch der trop­fenden Bäume. Eine Nacht voll Gewitter, glim­mende Vögel irren am Himmel, Nacht­vögel ohne Füße, Vogel­wesen, die niemals landen. – stop

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