im verborgenen

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delta : 0.55 — In Peter Bich­sels Erzäh­lung Die Erde ist rund wartet ein wun­der­bar­er erster Satz. Der Satz geht so: Ein Mann, der weit­er nichts zu tun hat­te, nicht mehr ver­heiratet war, keine Kinder mehr hat­te und keine Arbeit mehr, ver­brachte seine Zeit damit, dass er sich alles, was er wusste, noch ein­mal über­legte. — Wie würde ich an Stelle des Mannes zunächst vorge­hen. Würde ich vielle­icht ein Verze­ich­nis mein­er Erin­nerun­gen anle­gen, oder würde ich mich still in meine Küche set­zen und mich umse­hen und über­legen, was ich von mein­er Küche weiß? Da war vorhin noch eine Schüs­sel voller Äpfel, Man­dari­nen, Bana­nen gewe­sen, und der Wun­sch, Gegen­stände, auch erfun­dene Dinge und Wesen, unverzüglich zu öff­nen, um nachzuse­hen, was in ihrem Inneren zu ver­merken ist. Vor­wärts suchen und erfind­en in die Tiefe. Vor­wärts bis hin zur let­zten ein­samen Haut, die jedes verbleibende Geheim­nis umwick­elt, eine Beruhi­gung. Aber dann, sobald ich beispiel­sweise ein Fernse­hgerät betra­chte, wenn es acht Uhr abends gewor­den ist, weiß ich, dass ich kaum noch etwas von da draußen wis­sen kann, weil je nur halbe Äpfel oder noch kleinere Teile zu erken­nen sind, oder Äpfel, die nur vorgeben oder behaupten, Äpfel zu sein, oder Äpfel, die zu schnell gewor­den sind. Ein­mal beobachtete ich dort auf dem Bild­schirm eine Kampf­mas­chine, die von einem Flugzeugträger aus startete. Im Ver­bor­ge­nen, außer­halb mein­er Bild­schirm­lichtzeit flog die Kampf­mas­chine ver­mut­lich weit­er. Was ist geschehen? — stop
giraffe

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