im wald

2

14.12 – Träumte einen Wald von Affen, von Katzen, von Lemuren. Kühle Luft dort, stei­nerne Halme bis unter den Himmel, uraltes Zeug. Die Affen waren durch­blutet, mäch­tige Tiere, von Kopf bis Fuß schwarz­weiß in Streifen. Auch die Ohren, schwarz und weiß. Sehr kleine Ohren, Ohren aus Mensch. Auf einer Lich­tung drehte sich eine Kugel dicht über dem Boden, rasend schnell, elek­trisch beleuchtet, warmes, ange­nehmes Licht. Sand flog auf an Ort und Stelle, und Laub. Da war noch Musik, eine Orgel, direkt aus dem Boden, Walzer­musik. Auch Stimmen von dort, gedämpfte Stimmen. Nicht weit, etwas loses Papier im Gras. Und leere Flaschen. Die Luft stank nach Schnaps, nach Urin und diesen Dingen. Im Schatten einer kräf­tigen Buche lagen ein paar Bücher herum, ein Lowry, etwas Duras, etwas Fitz­ge­rald, auch von Joyce ein paar Seiten, von O’Neill. Plötz­lich Dämme­rung, Zwie­licht. Ich erin­nere mich an das Haupt von Patricia Highsmith, das aus dem Boden ragte. Das war ein sehr schmut­ziger Kopf, ein Kopf, der lachte. Der Kopf sah mich an und sagte, heisere Stimme: Malcolm hat wieder ein Manu­skript verloren. Dann schwieg er. Dann aber kühl: Ich wünsche eine Bestel­lung aufzu­geben. – stop

ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top