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bamako : 0.08 — Ein­mal saß ich in einem Hos­pi­tal am Bett eines kranken Kindes. Ich las diesem kleinen, blassen Wesen aus einem Buch vor, und während ich mit ruhiger Stimme las, oder vor­gab zu lesen, spürte ich, wie ich von ungewöhn­lich hellen Augen betra­chtet wurde. Vielle­icht weil das Kind um die Gefahr wusste, die ihm dro­hte, hat­te das Kind der­art helle Augen. Und so flo­gen wir gemein­sam durch eine Geschichte heller Augen, durch eine Geschichte, die von einem Mann erzählte, der auf dem Atlantik von weißen Walen in ein­er Seenotret­tungsin­sel durch das Wass­er gezo­gen wurde. Man kön­nte sagen, die Wale sorgten sich um das Leben dieses Mann, sie fin­gen ihm Fis­che und sie zogen ihn aus ein­er ein­samen Gegend des Meeres an einen Ort, den Schiff­fahrt­slin­ien kreuzten. Was das Kind vielle­icht nicht ein­mal ahnte, das Buch, das auf meinen Knien ruhte, erzählte tat­säch­lich davon, wie man Java­code pro­gram­miert. Und doch war dort im Buch eine Geschichte, weil ich immer wieder ein­mal umblät­terte, während ich für das Kind Satz für Satz aus der Luft erfand. Von Zeit zu Zeit, ich erin­nere mich noch genau, lachte das Kind, so dass ich heute sagen kann, dass es sich bei diesem Buch um ein gelun­ge­nes Nacht­buch mit Licht gehan­delt haben musste. – Kurz nach Mit­ter­nacht. Habe einen Buch­staben­knoten in meinem Kopf.

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