manhattan : subwayaugen

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tan­go : 0.02 — Ich fahre in der Sub­way, ein Buch in Hän­den, in oder über der Stadt unter Men­schen sitzend dahin und bändi­ge meinen Blick. Ich kann nun tat­säch­lich lesen, also abwe­send sein. Oder ich kann so tun, als ob ich lesen würde. In diesem Fall betra­chte ich Buch­staben oder die Seite eines Buch­es und ihre Zeichen oder das Buch ins­ge­samt. Andere, die in mein­er Nähe reisen, betra­cht­en ihre Hände oder ihr Tele­fon oder eine Zeitung. Wieder andere lesen in der Zeitung, sind demzu­folge tat­säch­lich nicht anwe­send oder nur zum Teil anwe­send, während ein Auge den Zeilen fol­gt, tra­chtet das andere Auge nach innen gerichtet in den kom­menden Abend oder auf den ver­gan­genen Mor­gen zurück. Gestern, auf der Fahrt mit der Lin­ie D von der 96. Straße West nach Coney Island,  habe ich ein sehr schönes Buch beobachtet. E.B.Whites Essay Here is New York. stopRegen. stop. Es ist warm gewor­den. Manche New York­er tra­gen Som­merklei­dung für einen Tag, andere Hand­schuhe. In der Däm­merung in den Pfützen der Straßen wieder blink­ende, dampfende Hunde, kün­stliche Licht­na­turen. Gespen­ster. — stop

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