raumschiff

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india : 20.56 – Eine Libelle gegen den Abend zu, mari­neblau, die sich nahe meiner Nase in die Luft setze. Bald eine Vier­tel­stunde betrach­tete sie mich oder schlief, während ich einen Roman beob­ach­tete und doch zugleich an entfernte Dinge dachte, an eine Mond­lan­dung vor vierzig Jahren zum Beispiel, und an die Nach­richt, das durch­schnitt­liche Alter der Besat­zung des Flug­zeug­trä­gers USS Harry S. Truman, dessen Cruise Missiles Bagdad bombar­dierten, habe 19 Jahre betragen. Und da war noch ein anderes, ein wärmendes Bild in meinem lesenden Kopf, von dem ich gestern noch während eines Spazier­ganges in einer Weise erzählte, als wäre ich leib­haftig in nächster Nähe gewesen, als auf hoher See der Rüssel eines Tief­see­ele­fanten den Schrei einer Möwe derart lust­voll imitierte, dass tatsäch­liche Möwen, ein Scharm, aus dem heiterem Himmel stürzten. – Ein lachender Mund, der sich langsam näherte. –  Ein Raum­schiff. – Wie alle Geschichten plötz­lich endeten und auch die Zeit.

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