nachtstimme

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india : 2.58 – Das Stimm­ge­räusch in meinem Kopf. Ob sich der Klang meiner denkenden Stimme mit der verstrei­chenden Lebens­zeit verän­derte? Habe ich als Kind mittels der Stimme eines Kindes gedacht? – Ich werde für diese Fragen viel­leicht nie eine Antwort finden. Es ist zu spät. Aber ich könnte einem Kind erklären, was ich heraus­zu­finden wünsche. Das Kind würde mich viel­leicht mit einem vorsich­tigen Lächeln betrachten, würde seine Augen schließen und ein paar Sätze spre­chen im Kopf. Ist es einem mensch­li­chen Wesen über­haupt möglich, die eigene denkende Stimme, die Stimme des Gehirnes, aufzu­be­wahren, sich an sie zu erin­nern, sie zu verglei­chen? – Eine warme Nacht. Falter kommen zum Sterben herein. Und Mari­en­käfer, wieder ein gutes Dutzend. Diese Käfer sind merk­wür­dige Wesen. Ich kenne sie, solange ich denken kann. Sie wandern an der Zimmer­decke. Das Licht meiner Lampions scheint ihnen zu gefallen, als ob sie von diesem Licht zehren könnten. Sobald es dunkel geworden ist, wenn sie schlafen oder dämmern, fallen sie zu Boden, als ob es im Dunkel nicht möglich wäre, recht­zeitig die Flügel zu öffnen. – Gigi Ibrahim, Akti­vistin, twit­tert aus Kairo: Ever­y­time someone say „30 June revo­lu­tion“ or „army and people one hand“ I die a little inside. – stop

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