luftteilchen

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romeo : 6.02 – Wie mich das begeis­tert, Details einer Geschichte nach­zu­denken, feinsten Teil­chen einer Wirk­lich­keit, die später einmal unsichtbar sein werden in der Zeichen­linie auf Papieren, nur für mich wahr­nehmbar im Moment der Erfin­dung. Ein Duft. Ein Geräusch. Die Farbe der Wolken über einer Land­schaft. Oder eine Bewe­gung. Die Bewe­gung einer Hand, eines Mundes, einer Schrift. Das Murmeln einer Stimme im Schlaf. Gestern habe ich darüber nach­ge­dacht, welcher Art ein Geschenk sein könnte, das ich mit mir nehmen würde, wenn ich ein befreun­detes Ehepaar besuchte in seiner wohl­ge­stal­teten Wohnung, die eine mensch­liche Wohnung ist, aber eben voll­ständig mit Wasser gefüllt. Ich dachte, dass ich ihnen eine Schmuck­schnecke zum Geschenk machen sollte, ein ganz beson­deres Exem­plar von der Größe einer Hand, das nun über die Wände der unter­see­ischen Behau­sung gleiten und musi­zieren würde, warme, leise pfei­fende Geräu­sche. Diese freund­liche Molluske könnte von innen her blau beleuchtet sein, so weit lässt sich das gut denken. Wie aber verpacke ich mein Geschenk, ja, wie zum Teufel lassen sich 2 Pfund Süßwas­ser­schnecke artge­recht verschnüren?

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