sekundengeschöpfe

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20.14 — Im Haus sind alle Fern­seh­ge­rä­te aus­ge­schal­tet. Eine bei­na­he geräusch­lo­se Welt. Da ist eine indi­sche Frau in mei­nem Kopf, wie sie vor dem Meer ste­hend nach ihren Kin­dern ruft. Eine lan­ge Zeit ist das her, das Meer, und die­se Frau. Ich scan­ne uralte Foto­gra­fi­en der Stadt Paris : Stei­ne : Metal­le : Wol­ken : Män­tel : schwarz und weiß und grau. Das sum­men­de Geräusch der Maschi­ne, sobald Foto­gra­fi­en aus der Welt des Cel­lu­loids in die Welt der digi­ta­len Spei­che­rung wan­dern. Ein Mann, der in der geöff­ne­ten Tür eines Metro­wag­gons unter Art­ge­nos­sen steht. Eine jun­ge Frau. Der indi­sche Oze­an. Sie kniet jetzt. Sekun­den­ge­schöp­fe. — stop

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