sprechgeräusche

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gink­go : 2.15 – Etwas Selt­sames ist geschehen. Bin gestern Abend im Garten eingeschlafen, obwohl ich in einem äusserst span­nen­den Buch geblät­tert hat­te. Vielle­icht wars die schwere, warme Luft oder eine schlaflose Nacht der ver­gan­genen Jahre, die rasch noch nachge­holt wer­den musste. So oder so schlum­merte ich eine Stunde tief und fest im Gras und wäre ver­mut­lich bis zum frühen Mor­gen hin in dieser Weise anwe­send und abwe­send zur gle­ichen Zeit auf dem Boden gele­gen, wenn ich nicht san­ft von ein­er nacht­wan­dern­den Ameise geweckt wor­den wäre. Kaum hat­te ich die Augen geöffnet, war ich schon mit ein­er Frage beschäftigt, die ich erst wenige Stun­den zuvor ent­deckt hat­te, mit der Frage näm­lich, wie Tief­seeele­fan­ten hören, was sie miteinan­der sprechen, da doch die Sprechgeräusche ihrer Rüs­sel sehr weit von ihren Ohren ent­fer­nt jen­seits der Wasser­ober­fläche zur Welt kom­men und rasch in alle Him­mel­srich­tun­gen ver­schwinden. Eine dif­fizile Frage, eine Frage, auf die ich bish­er vielle­icht deshalb keine Antwort gefun­den habe, weil ich eine Antwort nur im Schlaf find­en kann, wenn mein Gehirn machen darf, was es will. – Fan­gen wir an. – stop – Drei Uhr und zwölf Minuten in Isfa­han, Iran. – stop
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