the empress of weehawken

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echo : 20.07 – Früher einmal, sobald ich spazieren ging oder auf eine Reise, zur Arbeit, ins Theater oder sonst wohin, nie verließ ich das Haus, ohne eines meiner zerschlis­senen Unter­wegs­bü­cher mit mir zu führen. Wenn ich einmal doch kein Buch in der Hand oder Hosen­ta­sche bei mir hatte, sofort das Gefühl, unbe­kleidet oder von Leere umgeben zu sein. Als ob ich einen immer­wäh­renden Ausweg in meiner Nähe wissen wollte, ein Zimmer von Wörtern, in das ich mich jeder­zeit, manchmal nur für Minuten, zurück­ziehen konnte. Da waren also Bücher von Malcolm Lowry, Kenzaburo Oe, Truman Capote, Frie­de­rike Mayrö­cker, Walter Benjamin, Janet Frame, Georg C. Lich­ten­berg, Hein­rich von Kleist, Monika Maron, Alex­ander Kluge, Boho­umil Hrabal, Johann Peter Hebel, Patricia Highsmith, Elias Canetti, Peter Weiss, Hans Magnus Enzens­berger. Irgend­wann, weiß der Teufel warum, hörte ich auf damit. Seither trage ich meine Stra­ßen­bü­cher nicht mehr in der Hand, ich trage meine Stra­ßen­bü­cher auf dem Rücken. Gestern ist ein weiteres hinzu­ge­kommen, eines von Irene Dische. Das Buch ist 257 Gramm schwer am Morgen, o,5 Gramm leichter als am Abend. Seltsam. Ich habe keine Erklä­rung für dieses Verhalten. – stop

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