von stäbchen von rädchen

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delta : 6.12 – Im Traum hatte ich an einer Appa­ratur gear­beitet, mit deren Hilfe ich bald in der Lage sein werde, hand­schrift­liche Notizen derart zu verklei­nern, dass ich Papiere von der Größe einer Brief­marke beschreiben könnte, sagen wir, eine Erzäh­lung von 85 Seiten a 1800 Zeichen auf einer Luft­post­marke Finn­lands zu 80 Cent. Ich könnte in dieser Arbeit der Verklei­ne­rung oder Verdich­tung auf eine Lupe verzichten, würde auf übli­chen Papieren notieren, während mittels mecha­ni­scher Über­tra­gung, fast geräuschlos von hunderten Stäb­chen zu hunderten Rädchen, Zeichen für Zeichen in mikro­sko­pi­sche Dimen­sionen tran­skri­biert werden würde. Eine Biblio­thek könnte in wenigen Jahren mit mir in einem Brief­mar­ken­album reisen, eine Biblio­thek, deren Mikro­gramm­bü­cher selbst­ver­ständ­lich nicht lesbar wären, ohne sie unter ein Mikro­skop zu legen, eine Biblio­thek jedoch, die mich glück­lich stimmen würde, ich wüsste, dass sie exis­tiert und mit ihr die Möglich­keit des Lesens all der versteckten Geschichten, die im Moment des erin­nernden Gedan­kens, schon wieder so groß geworden sind, wie sie immer waren. – stop
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