flügel

pic

tango : 6.15 – Im Zug sass ein Mann, der sich mit einer Frau in der Hand­zei­chen­sprache der gehör­losen Menschen unter­hielt. Obwohl ich die Hände der zwei Spre­chenden einge­hend betrach­tete, ließen sie sich nicht stören, vermut­lich weil sie ahnten oder wussten, dass ich ihre Sprache nicht verstehen konnte. Der Eindruck, dass die beiden weitere Körper­zei­chen verwen­deten, um die Sprache ihrer Hände zu ergänzen. Als wären sie Flügel eines Vogels, der sich Wasser aus dem Gefieder schüt­telt, flat­terten ihre Augen­lider auf und nieder. Kaum den Zug verlassen, versuchte ich vergeb­lich diese erstaun­liche Bewe­gung ihrer Augen nach­zu­ahmen. Und auch heute Morgen, nach einer ruhigen Nacht, bin ich nicht in der Lage, meine Lider in der beschrie­benen Weise erzit­tern zu lassen. So uner­reichbar sind sie wie meine Ohren, die nie gehor­chen wollen, wenn ich mir mit ihrer Hilfe Luft zufä­cheln möchte. Viel­leicht werd ichs am Abend noch einmal probieren. Nehme an, sie haben Töne erzeugt, singende Töne mit ihren Augen im Zug.

ping

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top