bonsai bryant park

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lima : 3.08 – In New York spazie­rend die Einsicht, Geheim­dienste, ihre Menschen, ihre Appa­ra­turen, sind hier tatsäch­lich sehr geheim. Ich stellte mir Menschen vor, die auf Dächern in Wasser­türmen leben. Aber diese Menschen sind keine Geheim­dienst­men­schen, sondern Aben­teurer oder arme Personen. In der Subway die Durch­sage, Radio­ge­räte seien für diesen Tag verboten. Ich bin fast allein im Wagon. Eine Frau, die mir gegen­über­sitzt, schläft geduldig, das heißt, sie dämmert vor sich hin, schläft nicht wirk­lich, sie scheint sich mit ihrer Lage arran­giert zu haben. Next stop Jamaica. Menschen in der Subway sind zunächst einmal Menschen, die Zeit­räume passieren. Die Erfah­rung der langsam dahin flie­ßenden Reise­zeit hinter geschlos­senen Augen scheint ange­nehmer zu sein als die Erfah­rung der Reise­zeit mit geöff­neten Augen. Meine Zeit ist eine Rasende. Spät­abends eine Roll­treppe im Bahnhof Lexington Avenue Höhe 86. Straße, die singt. Wasser tropft. In den Wänden sehr langsam rotie­rende Räder, die die Luft bewegen. Einmal für ein Jahr im Bryant Park als Bonsai-Mensch in den Bäumen exis­tieren. Was würde ich hören, wäre ich ein Hund? – stop
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